25 Jahre Tschernobyl
Donnerstag, den 29. April 2010
Am 26. April 1986 meldeten die internationalen Presseagenturen einen Unfall im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl. Nach einer kurzen Phase der Verharmlosung wurde weltweit relativ schnell das katastrophale Ausmaß der Havarie klar. Obwohl nur ein Bruchteil des radioaktiven Inventars des Blocks 4 des Atomkraftwerkes Tschernobyl freigesetzt und von wechselnden Winden über weite Teile Europas verteilt wurde, waren die Auswirkungen erschreckend. Sie führten zu Schutzmaßnahmen bis hin zu Katastrophenalarmen Hunderte Kilometer weit entfernt vom Unglücksort. Lebensmittel, die dem radioaktiven Fallout ausgesetzt waren, wurden massenweise entsorgt. Höchst belastet sind auch heute noch Regionen in Skandinavien und im südlichen Bayern.
Bereits im Jahr 1988 – zwei Jahre nach der atomaren Katastrophe - hat die Kreisgruppe Hof des Bund Naturschutz in Bayern e.V. einen bundesweiten Künstlerwettbewerb zum Thema „Ein Denkmal für Tschernobyl“ ausgerufen. Weit über 100 Künstler aus der gesamten Bundesrepublik haben sich damals mit Entwürfen an dem Wettbewerb beteiligt.

