Monatsarchiv für Januar 2010

Ein Gedenkblatt für Augusto Boal

Mittwoch, den 27. Januar 2010

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Augusto Boal - Der Bertold Brecht Lateinamerikas
Der Mann hatte lockiges Haar wie ein Löwe, große Hände, und wenn er sprach, schien es, als wollte er seine Gedanken auch noch im Großformat auf eine Leinwand malen. Die Gesten waren das erste, was mir auffiel, als ich ihn 1993 zum ersten Mal sah. Augusto Boal stand auf einem Platz in Rio de Janeiro, hinter ihm Wolkenkratzer, Hochstraßen, und eröffnete sein internationales Theatertreffen.

Man hörte ihm zu aus scheppernden Lautsprechern, und er erzählte die ganze Geschichte. Wie er während der Militärdiktatur 1971 verhaftet, gefoltert, wieder freigelassen wird und nach Buenos Aires geht, immer in geheimdienstlicher Begleitung. Um Theater zu spielen, muss er „Unsichtbares Theater“ erfinden und macht Vorortzüge, Straßen und Restaurants zur Bühne und die Szene aus Sicht ahnungsloser Zuschauer zur Realität. Als die meisten Schauspieler verhaftet werden, flieht er nach Peru. Er beteiligt sich an Alphabetisierungsprojekten und entwickelt in den Slums das „Forumtheater“, Spiel plus anschließend szenische Diskussion, die Zuschauer sollen sich äußern.

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Ein Vagabund - NZ 10.11

Montag, den 18. Januar 2010

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Ein Vagabund zwischen den Welten – Wie es einem jungen Mann von Sao-Paulo bis nach Nürnberg verschlug

Manche halten ihn für einen Nachfahren Antonin Dvorak, einfach weil der Name ähnlich klingt. Aber der Nürnberger heißt nicht Dvorak, sondern Jean-Francois Drozak. Und er stammt auch nicht aus Böhmen, sondern aus Bayern oder, besser gesagt, aus Belgien oder, noch besser, aus Brasilien, und ein kleines bisschen aus Polen, so ganz genau weiß das der 35-jährige selbst nicht einmal.

„Ich bin ein Nomadenkind“, erzählt Drozak, „aufgewachsen zwischen den verschiedensten Welten“. Die Soziologie hat für Menschen, die während ihrer Kindheit und Jugend oft umgezogen sind und dabei die Kultur oft gewechselt haben, bereits einen neuen Begriff: Sie sind so genannte Third Culture Kids (TCKs), Drittkultur-Kinder.
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Grußworte spannend gestalten

Dienstag, den 12. Januar 2010


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Grüß Gott mit einand´- ist ein Trainingslabor vom Amt des Gemeindedienst Nürnberg für ehrenamtliche und hauptberufliche MitarbeiterInnen der evangelischen Landeskirche Bayern. Das Trainieren steht im Vordergrund des Seminars. In einer überschaubaren Gruppe wird jedem Seminarmitglied Beachtung geschenkt. So erfahren die TeilnehmerInnen eine praxisnahe Schulung, die konkretes Handwerkzeug vermittelt.

Small Talk
Small Talk ist eine Kunst die man lernen kann. Wir beginnen unser zweitägiges Seminar mit einem Sektempfang der besonderen Art. Stehen, Essen, Trinken und dabei wildfremde Menschen entspannt begegnen. Es geht auch ohne Alkohol.

Energie
Wer gut drauf ist, der ist gut drauf. Wer schlecht drauf ist, der ist schlecht drauf. Grußworte und andere Ansprachen sind zu wichtige Anlässe, um sie aus der eigenen, momentanen Stimmungslage zu halten. Wir lernen in diesem Seminar aus unserer Privatrolle zu treten. Verspielt probieren sich die SeminarteilnehmerInnen anhand von Schauspieltechniken in unterschiedlichen Rollen aus. Mit Atemtechniken und Körperarbeit werden so verschiedene energetische Zustände eingeübt, um ein Vortrag abwechslungsreich zu gestalten.

Eine gute Geschichte ist in einer Minute erzählt, oder auch in zwei Stunden. Wer ein gutes Bild abgeben will, sollte sich nicht davor scheuen geplante Redezeiten einzuhalten. Wer gerne im Mittelpunkt steht, sollte ein Gespür dafür entwickeln, wie lange er sich darin aufhalten kann. Die TeilnehmerInnen üben eine Geschichte in einer Minute, 5 Minuten und 10 Minuten zu erzählen.
Mehr Infos unter 0911/3659855 oder drozak(@)kunstduenger-nuernberg.de

Projektbericht “Auf Wiedersehen im, Camp”

Montag, den 11. Januar 2010


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Alle zwei Jahre findet in Nürnberg das renommierte Jugendtheaterfestival „licht.blicke.“ statt. Herausragende Produktionen des Schul- und Jugendtheaters werden auf den Bühnen des Gostner Hoftheaters (http://www.gostner.de/) präsentiert. Neben tollen Stücken gibt es auch Workshops für die Schulen aus Nürnberg und das PGN war dabei.

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Sonder Bar in der Nordkurve

Dienstag, den 5. Januar 2010

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Angelika Elster verdient ihr Geld im Schlaf: dreimal die Woche lässt sie sich Sonden anlegen und übernachtet in Frau Dr. Schäfleins Schlaflabor an der Universität. Und es ist Erstaunliches zu beobachten: der junge charmante Studienkollege Angelikas (Veronika Klečkova als Paul) und bunte Eindrücke aus ihrem Studienalltag wandern in verschiedenste Sinneseindrücke zerlegt durch ihre Hirnwindungen, wo sie zu verführerischen Träumen zusammengesetzt werden. Und zwar von durchaus eigenwilligen Geschöpfen, die in Angelikas Hirnwindungen wohnen …  soweit  jedenfalls Frau Dr. Schäfleins Theorie, die sie den verehrten Gästen bei einem Gläschen Traum-Mix an der Sonden-Bar vortragen wird.

Termin:  Samstag, 16.01.2010
Uhrzeit:  20:00 Uhr
Kosten:  Eintritt Frei
Genre: Theaterperformance

BarFreitag in der Nordkurve
Rothenburger Straße 51a
90443 Nürnberg

Sommerfortbildung - Regie in Nürnberg

Montag, den 4. Januar 2010

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Der Theaterpädagoge als Regisseur reißt mit. Er ist künstlerischer Visionär. Er fordert Laien auf, sich ihm anzuschließen und sich mit ihm in eine Welt der Sinne zu begeben. Wie kann ich diese Vision auf eine lebendige Art und Weise vermitteln? Wie gebe ich Ziele vor, und biete gleichzeitig dem Einzelnen die Möglichkeit seine Ideen einzubringen? Wie greife ich in Szenen ein, wann muss ich autoritär sein, wann verspielt?Wie kann ich Blockaden in einem Laien erkennen und - viel wichtiger -, wie schaffe ich es, diese Blockaden zu lösen. Die Weiterbildung bietet den Rahmen, um diese Fragen ganz praktisch anzugehen, indem verschiedene Methoden der Regie für unterschiedliche Zielgruppen trainiert werden.

Die Teilnehmenden trainieren speziell entwickelte Regiemethoden, um mit Laiendarstellern jeden Alters aus einer ungewöhnlichen Spielidee ein spannendes Theaterstück zu erarbeiten. Sie entwickeln schauspielerische Ausdruckskraft, die Laien mitreisst und ermuntert. Sie lernen mit einfachen Mitteln des in der Schweiz entwickelten «armen Theaters», mitreißende Inszenierungen zu gestalten.  Sie lernen nicht zuletzt zu animieren.

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