Wie Schüler zu Nazis werden - Münchner Merkur - 2.5

17. Mai 2012


merkur.jpg


Poing - 88 steht in der rechten Szene für HH, Heil Hitler. Im Theaterstück „acht.acht“ ist 88 eine Warnung: Gebt acht! In Poing haben Jugendliche gezeigt, wie Schüler zu Nazis werden können. „Gewalt ist die einzige Form von Achtung, die wir erzwingen können,“ skandieren Nazis auf der Theaterbühne. Foto: fotolia

„Tänzeln, Deckung, Angriff,“ brüllt die Boxtrainerin. Franz (15) trippelt, reißt die Fäuste hoch und drischt auf den Boxsack ein. „Boxen ist wie Politik“, sagt das blonde Mädchen mit den blauen Augen. Sie durchbohrt Franz förmlich mit ihrem Blick. „Tänzeln, Deckung, Angriff.“ Franz gehorcht.

Tänzeln, Deckung, Angriff. So sieht die Strategie der Neonazis im Theaterstück „acht.acht“ aus. Acht Schüler aus drei Poinger Schulen standen am 1. Mai auf der Bühne in der Seerosenschule - gestern spielten sie vor ihren Klassenkameraden. Mit Regisseur Jean Francois Drozak hatten sie vier Tage lang das Theater gegen Rechts vorher einstudiert (wir berichteten).

Den ganzen Beitrag lesen »

Herzwerker in Hof

7. Mai 2012

herzwerker.bmp

Herzwerker machen Theater - Am 10. Mai präsentieren Schülerinnen und Schüler der staatlichen Realschule in Hof ein Theaterstück zu sozialen Berufen. Im Vorfeld führten sie jeweils Interviews mit Menschen, die in sozialen Berufen tätig sind. Entstanden und zu sehen sind nun Kurzgeschichten, die vom Leben dieser Herzwerker erzählen. Die SchülerInnen drücken mit ihrer Theaterproduktion Wertschätzung gegenüber Herzwerker aus, die tagtäglich um das Wohl Ihrer Mitmenschen bemüht sind. „Herzwerker“ ist eine Kampagne des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen zur Gewinnung von Nachwuchskräften für soziale Berufe. Gemeinsam mit der Agentur Kunstdünger führt es die Theaterproduktionen durch.
Weitere Infos zur Kampagne: www.Herzwerker.de

Der Pleitegeier in der Sterngasse

6. Mai 2012


junger-migrant.jpg


Junge Menschen führen an Orten der Nürnberger Innenstadt, die die Augen öffnen für Kinder- und Jugendarmut in unserer Stadt. Einrichtungen und Personen stellen sich und ihre Arbeit vor und berichten von ihren Erfahrungen. Die etwa zweistündige von Jugendlichen erarbeitete Stadtführung sensibilisiert. Stadtführungen finden am 12.5. zwischen 11 Uhr und 15 Uhr stündlich statt. Die Stadtführungen um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr enden mit dem Theaterstück „Pleitegeier“. Wer nur da das Theater sehen will, kommt einfach um 13 Uhr, 15 Uhr oder 17 Uhr ins Fenster zur Stadt in der Vorderen Sterngasse 1. Unterstützt wird dieser wichtige Beitrag von der SinN-Stiftung, Straßenkreuzer e.V., der Stadt Nürnberg und nicht zuletzt von der Fritz-Hintermayr-Stiftung. Weitere Infos:
www.bdkj-nuernberg.de   und   www.ejn.de

Den ganzen Beitrag lesen »

Walther Rathenau in der Nordkurve - NZ 3.4.12

1. Mai 2012


135409407.jpg

NÜRNBERG - Einen “Ausflug nach Rapallo” habe er unternommen, schreibt Walther Rathenau seiner Mutter. “Näheres in der Zeitung.” Eine lapidare Notiz über eine ganz und gar nicht lapidare Konferenz. Im April 1922 handelt der Reichsaußenminister in der italienischen Kleinstadt mit der Sowjetunion einen Sondervertrag aus, in dem beide Länder den Verzicht auf gegenseitige Ansprüche erklären.  Es wird sein letzter großer Auftritt auf der politischen Bühne: Zwei Monate später töten Mitglieder der rechtsextremistischen Organisation Consul den Minister mit Maschinengewehrschüssen und einer Handgranate in Berlin. Die Tat hat auch einen antisemitischen Hintergrund, Rathenau ist jüdischer Herkunft.

Eberhard Görner hat einen 59-minütigen Dokumentarfilm über den bedeutenden Staatsmann der Weimarer Republik gedreht und ihn kürzlich im Kulturprojektbüro Nordkurve als Premiere gezeigt. “Von kommenden Dingen… Walther Rathenau in Freienwalde“ ist der Film überschrieben, der den letzten Lebensabschnitt Rathenaus beleuchtet: 1909 erwirbt der damals 42-jährige Politiker dort ein Anwesen, 13 Jahre später fällt er dem Attentat zum Opfer. Rathenau hat sich das Ende des 18. Jahrhunderts für Königin Luise erbaute Schloss in Freienwalde gekauft und damit deutlich gemacht, wie sehr er sich in der preußischen Tradition verhaftet sieht – auch wenn die antisemitische Propaganda, unter der er früh leiden muss, ihm eben dies absprechen will.

Den ganzen Beitrag lesen »

acht.acht. Prävention in Zeiten rechter Terrorgefahr

23. April 2012

antiantifa.bmp

Gibt es so etwas wie eine subversive Jugendarbeit Rechtsextremer? Das Theaterstück acht.acht. vermittelt geradeaus, wie Rechtsextreme mit attraktiven Angeboten Jugendliche für sich zu gewinnen hoffen. Das Theaterstück acht.acht. ist ein Präventionsstück des BDKJ und wird an Schulen gespielt.  Wegen einer weiterhin andauernden Hetzkampagne der NPD gegen die Kampagne des BDKJ, wird das Stück nun auch in Oberbayern zu sehen sein.

Premiere ist am 1.5. im Jugendzentrum der Gemeinde Poing.

Weitere Infos: info(ad)kunstduenger-nuernberg.de

Mit braunem Gedankengut aufräumen - Süddeutsche 3.1.

22. April 2012

index.jpg

Die Ereignisse am Grafinger Gymnasium zeigen, wie gegenwärtig das Thema Rechtsextremismus tatsächlich ist. Obwohl es nahe liegt, realisieren Judith Gitay und Lars Hoffmann, Mitarbeiter des Poinger Jugendzentrums, nicht nur aus diesem Grund das Theaterprojekt “acht.acht”, das die Agentur für Kulturdesign “Kunstdünger” konzipiert hat. Das Stück setzt sich mit Fremdenfeindlichkeit, Rechtsradikalismus und Intoleranz auseinander, der Theaterpädagoge Jean-Francois Drozak führt dabei Regie. Besetzt wird das 45-minütige Theaterstück mit Jugendlichen der Mittel- und Realschule, die dafür vier Tage lang intensiv proben werden. Die Uraufführung wird am 1. Mai stattfinden. Der Titel des Theaterstücks, “acht.acht”, bezieht sich auf die von Rechtsextremen verwendete Chiffre “88″. Unter Neonazis wird diese als getarnter Hitlergruß verwendet. Von vorne gezählt ist der achte Buchstabe des Alphabets das H, somit steht 88 für HH, was wiederum eine Abkürzung für “Heil Hitler” ist. Studenten der Ohm-Hochschule in Nürnberg befragten Aussteiger aus der rechten Szene, Schüler, Polizisten und Pädagogen zum Thema Rechtsradikalismus und entwickelten aus diesen Interviews das Theaterstück. Jugendlichen soll so vor Augen geführt werden, mit welchen subversiven Methoden sie in die rechte Szene gelockt werden könnten. “Das Stück stellt somit einen szenischen Tatsachenbericht dar”, erklärt Judith Gitay.

Drozak, der sich selbst als Weltbürger bezeichnet, da er in Brasilien, Belgien und Bayern aufgewachsen ist, richtet sich mit seinem Projekt an Jugendliche, da diese verstärkt in den Fokus von Werbeaktionen der rechten Szene rückten. Bei dem Projekt gehe es allerdings nicht um ein “Patentrezept gegen Rechtsradikalismus, sondern um die Erziehung der Jugendlichen zu selbstbewussten und demokratischen Persönlichkeiten, die gerne in einer heterogenen und bunten Gesellschaft leben”, erläutern die pädagogischen Mitarbeiter des Juz.

Das Theaterstück existiert seit vier Jahren, das Projekt wurde bereits in 20 bayerischen Ortschaften in die Tat umgesetzt und erreichte bisher rund 10 000 Jugendliche. “Alleine in Poing wird das Stück mit vier Aufführungen etwa 600 Leute ansprechen. Vielleicht wird anschließend sogar eine Theatergruppe im Jugendzentrum gegründet”, erklärt Bürgermeister Albert Hingerl. Er ist außerdem davon überzeugt, dass das Stück die Kooperation zwischen den Jugendlichen der beiden Schulen fördern wird.

Den ganzen Beitrag lesen »

Besuch im deutschen Wohnzimmer - NN 17.3.

16. April 2012

caritas.jpg


Theaterprojekt: Migrantenkinder suchen Orte auf, an denen sie noch nicht waren

Nürnberg  - Schüler mit Migrationshintergrund können nicht richtig Deutsch? Dass sie es sehr wohl können, beweisen die Siebtklässler aus der Mittelschule St. Leonhard in einem Theaterprojekt. „Deutsches Theater für Anfänger“ lautet der Titel. Doch was dahintersteckt, ist noch viel mehr als ein bisschen Schauspielerei!

Sieben Schüler sitzen in einem Wohnzimmer in dem kleinen Ort Hetzles bei Neunkirchen am Brand, trinken Früchtetee und essen Kuchen. Saib, Alex, Corina, Martin, Maide, Sawen, Marko, Aleyna und Sejdzan sind zu Besuch bei der Familie Zwinscher. Doch was hat das Sitzen in einem Wohnzimmer mit Theater zu tun? Eine berechtigte Frage. Das Projekt „CariMigra-Reisen“ und „Das deutsche Theater für Anfänger“ ist eine Kooperation der Caritas Nürnberg und dem Theaterpädagogen Jean-Francois Drozak von der Kulturagentur Kunstdünger für Migrantenkinder.

Den ganzen Beitrag lesen »

Hannah Weimel engagiert sich in der HIV-Prävention - FN

9. April 2012

aids.png

Roßtal. „Unter die Haut” geht es wirklich, dieses Theaterstück, das die Aidsproblematik direkt in die Aula der MS Roßtal brachte. Die Geschichte von Thomas, der mit 14 Jahren erfährt, dass er durch eine „verseuchte” Blutkonserve im Alter von 5 Jahren HIV-positiv wurde – eine Tatsache, die sein Leben von jetzt auf dann nachhaltig verändert.

Den ganzen Beitrag lesen »

Kleben bleiben in der Stadt - NN

8. April 2012

logo-nordkurvethumbnail.jpg

Von Claudia Schuller

Nürnberg ist so langweilig, jammern die einen. Nürnberg bietet tolle Möglichkeiten werben die anderen. In der „Nordkurve“ sind derzeit Fotografien von jungen Kreativen zu sehen, die keine solchen einfachen Antworten geben, sondern sich umfassend damit beschäftigen, was Kulturschaffende in der Noris halten kann. Denn sie sind selbst gerade am Überlegen, ob sie bleiben oder gehen sollen.

Den ganzen Beitrag lesen »

Karel Fonteyne im ponyhof artclub

2. April 2012

bild-2.jpg

Der Belgier Karel Fonteyne schafft es wie kein anderer Bildwelten zu inszenieren. Seine expressiven Schwarz-Weiß-Aufnahmen sind düster und so emotional, dass der Betrachter unausweichlich Teil der Inszenierung wird. Dem Thema ‘Nudity’ verleiht Karel Fonteyne neue Dimensionen – nicht der Akt an sich steht im Fokus, sondern der Moment, die Geschichte in dem Werk.

ponyhof.png

Vernissage am 5.4.2012
pestalozzi str.14
D-80469 münchen_germany

logo-nordkurvethumbnail.jpg

Den ganzen Beitrag lesen »